Indischer Tanz

29.04.11


 

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"Durch seine [des indischen Tanzes] Direktheit erreicht er alle Menschen und bleibt doch rätselhaft in seiner unübertroffenen Koordinationsfähigkeit, seiner rhythmischen Kraft und seiner geheimnisvollen Grazie. Er ist der älteste Tanzstil der Welt, und in ihm liegt jene wissende Bewegung, die Natur und Mensch verbindet. Seine Tänzerinnen gelten als die schönsten der Welt." - Zitat aus dem Buch "Lotusblüten öffnen sich - Das Geheimnis des Indischen Tanzes" von Anjali Sriram.

 

 

 

Abb.: Tänzerin Asha

(aus: www.ashadance.com)  

 

 

 

Wieso Indischer Tanz ?

Im Zuge der Bollywoodinvarsion und als passioniertem "Bauchtanzfan" haben es mir mittlerweile auch die klassischen, indischen Tänze angetan (in fast jeder Bauchtanzshow findet man mindestens eine Tänzerin, deren Darbietung an klassische, indische Tänze oder Bollywood angelehnt ist). In den Bollywoodfilmen mit historischen Themen oder historischem Hintergrund, wie "Devdas"  kommen viele traditionelle indische Tanzformen vor, und wie auch schon einmal erwähnt, findet man diese Tänze auch öfters in westlichen Monumentalfilmen, in denen es um die Gebiete des heutigen Indien und / oder Pakistan geht.

Meine Faszination für diese Tänze ist denke ich durch das Zitat am Kopf der Seite Bestens beschrieben und ähnlich derer beim Orientalischen Tanz.  Außerdem mag ich irgendwie den Klang der Tanz- bzw. Fußglöckchen der Tänzerinnen sehr J.

 

 

 

Was versteht man unter Indischem Tanz ?

Die indische Tanzlandschaft ist übrigens genauso groß wie das Land an sich. Das Bild rechts z.B. zeigt die amerikanische Tänzerin Asha bei einem "Rajasthani Folk Dance" aus der Provinz Rajasthan, die übrigens als ursprünglichste oder traditionellste Provinz Indiens mit vielen, alten Maharadschapalästen gilt. Das Bild unten links zeigt wieder Asha beim Tempeltanz "Bharata Natyam", welcher auch hier in der westlichen Welt eher als klassischer, indischer Tanz bekannt ist. Der in den Bollywoodfilmen oft verwandte Tanzstil, der als "Bollywood-Dance" in den Tanzschulen Einzug gehalten hat ist ein Mischung aus allem; klassischen indischen Tänzen, oft auch aus dem orientalischen Tanz, sowie aus westlichen Showtänzen. Im Gegensatz zum Orientalischen Tanz oder Bauchtanz sind die indischen Tänze vor allem durch hüpfende, schnellere und komplexere Schrittfolgen und Bewegungsabläufe charakterisiert. Übrigens soll das bauchfreie tanzen im Bauchtanz auf Einflüsse von indischen Zigeunerinnen zurückzuführen sein.

Abb.: Tänzerin Asha

(aus: http://www.ashadance.com)

 

Abb.: Tänzerin Asha

(aus: http://www.ashadance.com)

 

 

Auch hier möchte weitere Erklärungen den entsprechenden Internetseiten und der Fachliteratur überlassen, da hier die Zusammenhänge, vor allem in Bezug auf spirituelle und religiöse Einflüsse und Elemente der Tänze noch viel komplizierter sind J.

 Weitere Infos über indische Tänze findet man im Internet z. B. unter www.ashadance.com.

Über die spirituellen Hintergründe und die Tanzfiguren im Tanz Bharata Natyam habe ich neulich folgendes gut erklärendes Buch gelesen:

SRIRAM, A. (2007): Lotusblüten öffnen sich - Die Geheimnisse des Indischen Tanzes. Schirner Verlag, Darmstadt.

Mittlerweile erfreuen sich auch Frauen und Mädchen in unseren Breiten an diesen Tanzformen. So gibt es hier in Deutschland mittlerweile auch viele Bollywood-Tänzerinnen, wie z.B. das Trio Noaem oder die hier abgebildete Tänzerin Asha aus den USA.

 

 

 

Tänzerinnen

First-of-all: In fast allen indischen Tanzformen findet man übrigens sowohl weibliche als gleichermaßen auch männliche Tänzer, und wenn ich ehrlich bin, dann habe ich auch schonmal darüber nachgedacht eine solche Tanzform selbst zu erlernen J. Allerdings möchte ich mich hier dann doch eher den Tänzerinnen widmen J.

Etwaige "Favorites", wie bei den Bauchtänzerinnen dieser Welt habe ich ehrlich gesagt noch nicht, allerdings sind mir zwei- bis drei Tänzerinnen während diverser YouTube-Recherchen im Gedächtnis geblieben: nämlich die Tänzerinnen Harinie Jeevitha aus Indien, Jai Khalsa aus den USA und Ektarina Anufrieva aus Russland. Man hat außerdem den Eindruck, daß sich die indischen Tänze gerade bei russischen Frauen und Mädchen zunehmender Beliebtheit erfreuen.

 

 

Vid.: Tänzerin Harinie Jeevitha (auf: www.harinie.org) tanzt einen

Bharata Natyam (aus: www.youtube.com)

 

 

Vid.: Tänzerin Jai Khalsa tanzt einen

Bharata Natyam (aus: www.youtube.com)

 

 

 

Vid.: Tänzerin Ekaterina Anufrieva tanzt einen Tanz namens Kathak (aus: www.youtube.com)

 

 

Bollywood

Und da ich es oben schon mehrere Male erwähnt habe, hier noch ein paar warme Worte zum Thema Bollywood J. Ich glaube, ich kann sagen, dass ich seit dem ersten in Deutschland ausgestrahlten Bollywoodfilm "In guten, wie in schweren Tagen" mittlerweile ein großer Bollywoodfan geworden bin. Und ich schäme mich auch nicht zu sagen, daß ich bei fast allen gesehenen Filmen mehr als nur ein Träne verdrückt habe. Aber wie ich mittlerweile erfahren habe, bin ich da nicht der einzige Vertreter des männlichen Geschlechts J.

 

 

Und: Neben teils tollen Tanzszenen und rührende, aber auch nachdenklich stimmenden Thematiken bestechen eine Vielzahl der Bollywoodfilme natürlich auch durch so wunderhübsche Schauspielerinnen wie Aishwarya Rai. Gepaart mit wunderschönen orientalischen bzw. indischen Outfits, wie Saris, etc. sind sie wirklich oft eine Augenweide, wenn man das so sagen darf J.

Ich glaube, mit ein wenig indischem Schmuck und einem schönen Sari könnte man selbst ein eher unscheinbares Mädchen aus unseren Breiten in eine wahre Prinzessin verwandeln JJ. Meine absoluten "weiblichen Favorites" in der indischen Filmszene sind übrigens Aishwarya Rai, Preity Zinta und Rani Mukherjee, wobei ich noch hinzufügen muß, daß Aishwarya Rai, für mich mit Abstand die wohl beste Tänzerin im gesamten Bollywood-Zirkus ist J.

Und als Orient-Schnick-Schnack-Fan faszinieren mich natürlich auch der ganze "Pomp" und "Glitter" der Locations, wie in Häusern und Palästen. Aufgrund dieser Aussage entstand lustigerweise das Gerücht, ich wolle mal nach Indien auswandern J. Ich muß außerdem noch gestehen, daß ich anfangs mit der indischen Musik etwas auf Kriegsfuß stand, aber mittlerweile haben es mir vor allem die klassischeren- oder orientalischeren Musikstücke ähnlich angetan wie die Orientalische Musik J.

 

Abb.: Tänzerin Asha im Bollywood-Style

(aus: www.ashadance.com)

 

 

Vid.: Aishwarya Rai tanzt im Film Devdas (aus: www.youtube.com)

 

 

 

Vid.: Tänzerin Adela Krasnadar im Bollywood-Style

(aus: www.youtube.com)

 

Meine ersten "Live-Erfahrungen" in Sachen Klassischer, Indischer Tanz

Mittlerweile habe ich meine ersten Live-Auftritte in Sachen Klassischer, Indischer Tanz hinter mir und bin vollends fasziniert J. Allerdings muß man, so komisch das jetzt auch klingt, zunächst seinen Geist für den Zugang zu dieser Kunst erst einmal öffnen lernen; kurz gesagt, für eine klassische, indische Tanzdarbietung ist vollste Konzentration gefragt !

 

 

Abb.: Tänzerin Sho'ira (www.shoira.de) tanzt

einen Indischen Tempeltanz

(Foto: Sebastian Krüger)

 

 

 

1. Meine allererste Begegnung mit einer klassischen, indischen Tanz hatte ich während der orientalischen Tanzshow "Café Oriental" im Februar 2008 in Frankfurt/M. Die Veranstalterin und Tänzerin Sho'ira präsentierte einen Tanz, der im Programm als "Indischer Tempeltanz" beschrieben wurde und in eine kleine Rahmenhandlung, nämlich als eine zum Leben erwachte Statue eines indischen Tempels eingebettet war. Die Darbietung unterschied sich völlig von den vor- und nachher präsentierten orientalischen Tänzen und schuf eine sehr viel ruhigere und andächtigere Atmosphäre. Diverse komplexe Gesten und stampfende Fußbewegungen charakterisierten den Tanz weiterhin. Ich kannte zwar einige der Bewegungsabläufe schon von Videoclips, jedoch "live" war das Ganze noch faszinierender, auch wenn ich einen Moment brauchte um das mir Dargebotene zu verstehen und zu verarbeiten.

 

2. Meine zweite Begegnung mit einer klassischen, indischen Tanzform hatte ich im März 2010 bei eine Kunstschau in Gelnhausen-Meerholz, die unter dem Titel "Der Geist Indiens" stand. Gezeigt wurde ein Odissi-Tanz aus dem indischen Bundesstaat Orissa, der von einer Tänzerin namens Erika Abendin-Desogus in einem sehr schönen, hellen und detailliert, kunstvollen Kostüm dargeboten wurde. Mit ihren stilisierte Gesten und anmutigen Bewegungen schien sie eine Geschichte erzählen zu wollen und man fühlte sich schon ein wenig in Gedanken auf den indischen Subkontinent versetzt. Kurzum, für mich eine wahnsinnig interessante Erfahrung, die ich gerne nochmal erleben würde J.

 

 

Noch ein paar Literatur- u. Ä. Tipps zum Thema Bollywood und Indien:

 

MANKANI, B. (2006): Das Bollywood-Kochbuch. Christian Verlag. München.

SIMON, K. & TROJANOW, I. (2006): Indien - Land des kleinen Glücks. Ars Vivendi Verlag. Cadolzburg.

National Geographic Sonderheft Indien

 

 


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Stand: 29.04.11